• Ipfweiberwirtschaft

Krampfadergeschwader

Aktualisiert: Aug 11

Werbung


Hände hoch, wer hat das auch schon hinter sich?

Ab einem bestimmten Alter muß frau sich wohl oder übel "etwas an sich richten lassen". So geschehen bei mir vor einigen Wochen. Zwei Jahre lang habe ich mit mir und der Krankenkasse gerungen. Wer lässt schon freiwillig gern an sich herumschnippeln: Ich jedenfalls nicht! Angesichts der echt mies aussehenden Wade und den Schmerzen im Sommer war es höchste Eisenbahn für einen Eingriff durch den Phlebologen. Ergebnis: Ich hab das Bein wieder schön!

Die Vorbereitungen

Zuerst beginnt die Suche nach einem geeigneten Arzt. Nachdem er die Diagnose gestellt hat, gilt es die beste Methode zur Entfernung der Problemzonen zu finden. Im Anschluss klärst du mit der Krankenkasse die Übernahme des Eingriffes. In meinem Fall war das gar nicht so einfach. Erst nach einem Krankenkassenwechsel konnte die OP geplant werden.

Neben dem Operationstermin musste ich mir spezielle Stützstrümpfe, Thrombosespritzen und entzündungshemmende Tabletten besorgen (Rezept). Rund zwei Wochen vor dem Eingriff erstellt der Hausarzt ein Blutbild und EKG. Das Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten sowie das Anzeichnen der Problemzönchen wird am Vortag erledigt. Die Edding-Linien schauen ziemlich witzig aus, fast wie eine Schatzkarte.


Was ist die RFITT/Celonmethode und wie erfolgt der Eingriff?

Ich habe mich für die schonende Variante der Radiofrequenz-induzierten Thermotherapie entschieden. "Bei dieser Therapie gibt der Arzt über eine Spezialsonde kontrollierte Radiofrequenz-Energie in die Wände der betroffenen Vene ab. Durch die Hitzeeinwirkung wird das behandelte Gefäß verödet. Nach dem Verschluss verwandelt sich die einstige Vene in Bindegewebe. Der Körper baut das behandelte Areal anschließend ab. Es sind nach der Behandlung kaum Schnitt- und Narben sichtbar (Quelle:https://www.phlebology-guide.com.) Der Eingriff erfolgte bei mir ambulant und unter Vollnarkose.

Let´s rock! Der OP -Tag

Im Ambulanten OP-Zentrum angekommen werde ich in den Vorbereitungsraum gebracht. Ich bin ganz schön aufgeregt, denn es ist meine erste Vollnarkose. Mir ist mulmig, denn ich bin es nicht gewohnt, die Kontrolle abzugeben und nicht steuern zu können, was mit mir passiert. Noch das schicke OP-Hemdchen anziehen, Häubchen auf und warten. Fühlt sich irgendwie eigenartig an. Ich erhalte eine Tablette Ibuprufen, eine Beruhigungspille und sicherheitshalber eine Tablette gegen Übelkeit. Nach ca. einer halben Stunde Wartezeit gehts in den Aufwachraum: Überwachungsband an den Kopf und die Flexüle wird gelegt. Und wieder Geduld haben. Die Zeit überbrücke ich mit Schmunzeln über die Patienten, die gerade aus dem Saal kommen und beim Wachwerden herrlich schräg reden. Na endlich werde ich in den OP geschoben! Ein total lustiges Team erwartet mich. Im Saal läuft coole Musik, die Ätherschwester hält mir die Maske vors Gesicht und haut parallel den Schlafcocktail in die Venen. Zack,bin ich im Traumland.

Ich komme während des Ausschiebens aus dem OP direkt zu mir (nach rund einer halben Stunde) und fühle mich total super. Keine Schmerzen, kein Schwindel, keine Übelkeit. Nichts! Ich bekomme ein Glas Wasser und einen Kaffee ans Bett. Ein klasse Service! Etwas zittrig trinke ich meinen Kaffee und die Lebensgeister sind zurück. Der behandelnde Arzt und das OP-Team entlassen mich nach kurzer Beobachtungszeit im Aufwachraum.

Heilung und Nachsorge

Ich bekomme noch einen Kaffee im Vorbereitungszimmer, darf mich anziehen und werde abgeholt. Keine Kreislaufbeschwerden, nullkommanullnichts! Besser geht es nicht. Reichlich zwei Stunden nach der Korrektur darf ich heim. Am Nachmittag rief mich die Praxis an und erkundigte sich nach meinem Befinden. Ich muss sagen, es ist nicht so schlimm, wie befürchtet. Lediglich der enge Stützstrumpf drückt. Direkt am Eingriffstag soll man sich unbedingt bewegen, was auch überhaupt nicht schwerfällt. Die erste Nacht verlief komplikationslos. Nur das Kribbeln am Fuß hat mich verrückt gemacht. Thrombosespritzen müssen Gott sei dank insgesamt nur fünf Mal gesetzt werden. Das ist für einen Laien gar nicht so leicht aber schaffbar.

Nach zwei Tagen wird der Verband in der Praxis entfernt und Duschpflaster werden aufgeklebt. Aber den Strumpf muss ich weiterhin tragen. In der ersten Woche Tag und Nacht, danach nur noch tagsüber. Die Duschpflaster dürfen nach einer Woche abgenommen werden.

Das Bein ist an den behandelten Stellen lustig bunt mit Hämatomen getupft. Ich behandle das Areal mit einem speziellen Gel, welches die Flecken jeden Tag deutlich mehr verschwinden lässt. Drei Wochen nach dem Eingriff ist von Einstichen und blauen Makeln kaum noch etwas zu sehen.

Am Ende ist alles gut

Im Venenzentrum und dem Ambulanten OP-Zentrum war ich in alles in Allem in sehr guten und professionellen Händen. Ich hatte kaum Schmerzen und war bereits kurz nach dem Eingriff wieder topfit. Die Narkose habe ich besser als erwartet verkraftet.

Nach vier Wochen erfolgt beim Phlebologen die abschließende Ultraschallkontrolle.Ich glaube, das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist nicht zum Tuningdesaster geworden. Die Verfärbungen verblassen wöchentlich etwas mehr und ich habe kein fieses Drücken, keine Schmerzen und keine sichtbaren Adern mehr.


👗 Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Die Kleider-und Rocksaison kann von mir aus kommen!


#Krampfader #Therapie #Phlebologe #RFITTMethode #CelonMethode #schöneBeine #schmerzfrei #Venen #geeigneteMethode

 

©2020 Ipfweiberwirtschaft. Erstellt mit Wix.com                    ipfweiberwirtschaft@gmx.de

member-of-bloggerday.png