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Dummfall

Läuft bei uns zur Zeit! Am 01.03.2017 standen die Sterne für die kleine Chefin so gar nicht gut. Innerhalb von Sekunden drehte sich das Schicksalsrad wild um 360 Grad und alles war plötzlich anders. I-R-R-E!

Nachmittags, direkt vor unserer Haustür läuft sie doch nicht etwa in Gedanken über die Straße und geradewegs in ein Auto. Boom, Crash, Pow! Blechrempler! Die arme Fahrerin hatte keine Chance zu reagieren. F-*-*-K!


Für mich als Laie war schon die erste „Draufsicht“ ernüchternd. Der zweite Blick noch ernüchternder, nachdem ich das Häufchen Elend samt Gummitwist- Bein ins Haus getragen hatte.

Sicherheitshalber switche ich mein Notprogramm für Katastrophenfälle an. Nur ruhig bleiben jetzt. Wenn man ihr nur die Schmerzen abnehmen könnte???!!!


112, Krankenwagen, Notarzt, Polizei. Alle waren innerhalb weniger Minuten zur Stelle und übernahmen die Erstversorgung. Jeder half mit stoischer Ruhe, total routiniert und professionell.

Mit dem Krankenwagen direkt ab ins Krankenhaus. Eine ganz tolle Geste während des Krankentransportes: es gab für die Patientin einen kuscheligen Tröster vom „Freundeskreis Teddybär e.V.. Der hat ab sofort einen Platz als treuer Begleiter in der Ipfweiberwirtschaft.

Notaufnahme, Röntgen, Schmerzen, Weinen. Gruselig!

Nach einer gefühlten Ewigkeit war klar: Im Unterschenkel beide Knochen gebrochen und Quetschungen. Nichts für zarte Gemüter wie mich.

Für die erste Nacht gabs einen groooooossen Gips zum ruhigstellen.

Gleich am nächsten Morgen lag das mutige Kind auf dem OP- Tisch. Die kleine Kämpferin war tapfer ohne Ende. Wahnsinn, was Kinder so alles wegstecken können! Ob ich das auch so geschafft hätte?

Nach einer reichlichen Stunde war die OP gut überstanden und die Patientin im Aufwachraum. Erstaunlich gut beieinander und nicht halb so fertig wie ich nach der Sectio (die nicht mal eine Vollnarkose war). Respekt! Das Bein "ziert" nun für die nächsten 6-10 Wochen ein sog. Fixateur. Fieses Gerät. Ich erspar Dir Einzelheiten. Mir werden schon beim Schreiben die Hände lommelig.

Glück im Unglück gehabt. Nach sieben Tagen durften wir das Krankenhaus endlich verlassen. Ab sofort weiberwirtschaften wir uns bis zur Entfernung des Fixateurs als eingespieltes Team daheim durch.

Mann, mann, mann! Ich hoffe inständig, dass wir so ein Ferienende mit Knalleffekt nicht noch einmal erleben müssen! Ich schick in weiser Voraussicht ´ne Ladung telepathisches Gesäusel gen Himmel! Hoffentlich hilfts!

Ein paar Sätze zum "Ostalb Klinikum Aalen", weil es doch immer wieder unverbesserliche Meckerer und notorisch unzufriedene Zeitgenossen gibt. Immer bedenken, dass man nicht in einem *****- Hotel untergebracht ist sondern effektiv geheilt und zeitnah wieder fit gemacht werden soll. Jeder, angefangen vom DRK- Rettungsteam über den Notarzt, das Notaufnahme- Team, Röntgenpersonal, Kinderarzt, Chirurgen, Krankenschwestern, Physiotherapeutin, Menüassistentin bis hin zu Reinigungskraft- alle waren ausnahmslos freundlich wie hilfsbereit und haben einen super Job gemacht!

Den fleissigen „Mädels“ der Station 28 sagen wir DANKE. Sie haben dem Kind und mir den Aufenthalt so gut wie möglich gestaltet. Trotz ultra knapper Zeit und viel Streß war das Team total verständnisvoll und lieb. Immer zur Stelle, wenn sie benötigt wurden, ruhig und aufmunternd. Wir sind Fans!

Unseren Respekt an diejenigen, die täglich unter sch(ei**)wierigsten Bedingungen im Dauereinsatz Leben retten, trösten, versorgen und helfen. Ohne Euch sähe es verdammt mies aus in Notsituationen! DANKE!



#Krankenhaus #Unfall #Beinbruch

 

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